Serapias lingua LINNÉ (1753)
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Einschwieliger Zungenständel

Syn.:
Serapias oxyglottis WILLDENOW 1805
Serapias excavata SCHLECHTER 1923

Standort : sonnig bis leicht beschattet auf Brachland, Phrygana,in lichten Wäldern auf feuchten bis trockenen, basenreichen und kalkfreien Böden,
meist in Gruppen, teilweise in Massenvorkommen aufgrund vegetativer Vermehrung auftretend

Verbreitung:
vornehmlich im zentralen und westlichen Mittelmeergebiet, östlich ausstrahlend bis zur Südägäis mit Vorkommen auf Kreta, südlich bis Nordafrika, nördlich mit
Vorkommen auf den britischen Kanalinseln und westwärts auf der iberischen Halbinsel.
Höhenverbreitung von 0 - 1500 m.
Auf Korsika ist die gesellige Art über die gesamte Insel, vor allem in den niederen Lagen verbreitet.

Blütezeit:
von Ende März bis Juni.

Merkmale:
Habitus:
zierliche Pflanze, die meist in Gruppen und größeren Beständen auftretend, Wuchshöhe von 10 - 30 (40) cm, unterirdisch mit 3 - 4 Knollen, die jüngeren lang gestielt, Stängel grün, Blattscheiden an der Stängelbasis ab und an gefleckt, Stängel im oberen Bereich rötlich überlaufen
Laubblätter 2 - 8, bläulich-grün, schmal lineal-lanzettlich, rinnig schräg aufwärts gerichtet bis bogig überhängend, die oberen tragblattartig werdend
Blütenstand zu Beginn der Anthese gedrängt , später gestreckt, mehr oder weniger locker mit 2-8, selten bis zu 14 mittelgroßen, farblich, von fast weiß, gelblich bis rotviolett sehr variablen Blüten
Hochblätter außen silbrig- violett mit roten Nerven, kürzer als der waagerecht bis leicht aufgerichtete Blütenhelm
Sepala außen silbrig hell bis intensiv graulila gefärbt, etwa 15 - 21 mm lang eilanzettlich spitz
Petala im Helm verborgen, mit den Sepala "verklebt", von außen nicht sichtbar, an der Basis tropfenförmig und dann zu einer sehr schlanken, fadenförmigen Spitze auslaufend, etwas kürzer als die Sepala
Lippe mittelgroß, 22 - 29mm lang, zweigliedrig, a
m Grund mit einer! großen, auffallenden (meist ungefurchten) dunkel glänzenden Schwiele.
Hypochil (
Lippenhinterteil) mit purpurroten aufgestellten Seitenlappen, die kaum aus dem Blütenhelm herausragen, im mittleren Bereich hell gefärbt, was die große Schwiele optisch noch hervorhebt;
Epichil (Lippenvorderteil) schmaler als das Hypochil, farblich variierend von weißlich, hellgelb, hell- bis dunkelrosa, lanzettlich und kaum behaart;
nach vorn oder abwärts gerichtet; 9 - 19 mm lang und an der breitesten Stelle 5 - 10 mm breit

13.04.2006 Porto Vecchio / Südkorsika
08.04.2006 St. Lucie/ Südkorsika - Habitus -

Hybriden:
mit Serapias bergonii, S. cordigera, S. istriaca, S. neglecta, S. nurrica, S. orientalis, S. parviflora, S. perez-chiscanoi, S. politisii, S. strictiflora, S. vomeracea, Orchis purpurea, Anacamptis morio, An. picta, An. longicornu, An. papilionacea ssp. pap., An. laxiflora und An. collina bekannt.

08.04.2006 St. Lucie/ Südkorsika
 
08.04.2006 St. Lucie/ Südkorsika - ein Größenvergleich -
14.04.2006 Ajaccio / Südkorsika - im Biotop zusammen mit Serapias neglecta und Serapias cordigera -