| Wuchshöhe15-
35 cm. Der relativ kräftige
Stängel der sonst zierlichen Pflanze ist
hellgrün. Die Laubblätter sind ungefleckt, hellgrün meist mit einem
silbrigen Schimmer und schmal lanzettlich geformt. Am Grund sind sie rosettig
angeordnet, im oberen Bereich eher scheidenförmig, stängelumfassend.
Die Tragblätter sind ungefähr so lang wie der Fruchtknoten, linealisch
geformt und an den Enden spitz zulaufend. Der Blütenstand ist zumeist
kugelig eiförmig, in Hochblüte auch hin und wieder zylindrisch werdend.
Die Perigonblätter der Blüten sind helmartig zusammengeneigt und weisen
dunklere, rosaviolette Streifen auf. Charakteristisch sind vor allem die etwas
nach hinten gebogenen, lang und spitz zulaufenden Enden der Perigonblätter
die somit, die im Namen erwähnten, Zähne bilden. Die zungenförmige
Lippe ist meist deutlich mit dunkelrosa Punkten, manchmal auch Strichen gezeichnet,
tief dreilappig mit einem zweiteiligen Mittellappen, der in seiner Bucht ein kleines
Zähnchen besitzt. Die Ränder der Lippe sind mehr oder weniger fein gezähnt.
Der zylindrische, leicht abwärts gebogene Sporn ist etwas kürzer,
bis gleich lang wie der Fruchtknoten. Die attraktive, auffallende Orchidee
ist in Deutschland sehr selten und nur in einzelnen Biotopen in Hessen, Thüringen,
Sachsen-Anhalt und Brandenburg anzutreffen. Sie ist vor allem durch die Verwilderung
, d. h. Verbuschung und Verfilzung ihrer Standorte gefährdet, da sie längere
Beschattung nicht verträgt. Die als mediterran geltende Orchidee kommt
in diesem Gebiet auch verhältnismäßig häufig in geeigneten Biotopen vor,
welche sonnige Wiesen und Magerwiesen, sehr lichte Stellen in Flaumeichen- und
Kieferwäldern sind. Sie bevorzugt kalkreiche Böden. Ihre Höhengrenze
erreicht sie bei ca.1500 m. Blütezeit ist je nach Breitengrad und Höhenlage
von Mitte April bis Anfang Juni. | | | | | |