| | Wuchshöhe
7- 20 cm . Der kräftige Stängel
ist wie die Laubblätter hellgrün. Diese sind linealisch lanzettlich,
stehen relativ steil nach oben und gehen im oberen Bereich in eine tragblattartige
Form über. Die Tragblätter sind schmal- lanzettlich, spitz zulaufend
und an den Rändern rötlich braun überlaufen.
Der Blütenstand
ist zu Beginn der Blühphase pyramidenförmig, später länglich
eiförmig (länger als bei N. rhellicani, kürzer als
bei N. rubra). Die Blütenfarbe ist leuchtend rot mit einem leichten
Hang zum Violetten, am Ende der Anthese färben sich die unteren Blüten
hell- rosa.
Da sich dieses Kohlröschen apomiktisch (Bildung von lebensfähigen
Embryonen in der Samenanlage ohne vorherige Befruchtung) fortpflanzt und somit
jedes Individuum praktisch all seine Gene vererbt, kommt es zu morphologischen
Differenzen je nach Standort. Es gibt Pflanzen mit breiten eiförmigen
Lippen, andere wieder mit relativ schmalen Lippen. Eine mehr oder weniger
vorhandene Einschnürung der Lippe liegt jedoch immer im untersten Viertel.
Das Dolomiten Kohlröschen wurde erst 1998 als eigene Art beschrieben. Die
größten Vorkommen liegen in Südtirol, wobei es in jüngster
Vergangenheit auch Funde in Bayern gab. Man nimmt
an, dass es wegen der großen Ähnlichkeit zum Roten Kohlröschen
in der Vergangenheit zu einigen Verwechslungen kam, so dass unter Umständen
etliche Rote Kohlröschen in Wirklichkeit Dolomiten Kohlröschen sind.
Es kommt meist auf flachgründigen Magerrasen vor und benötigt Kalk.
Blütezeit ist von Anfang bis Ende Juli. | | | | | | | |