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Wuchshöhe 10-30
cm.
Dieser Zungenständel besitzt 3 oder mehr Knollen,
wobei die diesjährigen sehr lang gestielt sind. Die Vermehrung erfolgt vegetativ,
was die meist recht individuenstarken, kolonieartigen Populationen begründet.
Der Stängel kann an der Basis gestrichelt oder leicht gefleckt sein, die
hellgrünen Laubblätter sind lineal- lanzettlich geformt. Der Blütenstand
ist locker und mit 2-8 Blüten besetzt. Der aus den verklebten oder verwachsenen
Perigonblättern bestehende, spitz zulaufende Helm steht fast waagrecht von
der Blütenstandsachse ab. Er ist außen grauviolett gefärbt und rotviolett
geadert. Das gleich gefärbte Tragblatt ist kürzer als der Helm. Die Lippe
ist gegliedert in Hypochil und Epichil. Ersteres besitzt an der Basis eine relativ
große glänzende Schwiele, welche weit weniger versteckt und somit viel
auffälliger als bei den zweischwieligen Zungenständeln ist. Die Schwiele
kann manchmal etwas eingekerbt sein. Die Seitenlappen des Hypochils sind aufgerichtet
und bilden mit dem Perigonblätterhelm eine Blütenröhre. Das Epichil
(Zunge) ist schräg abwärts gerichtet, manchmal auch etwas zurückgeschlagen
und nur sehr schwach behaart.. Die Farbe ist bei dieser Art sehr variabel.
Die Palette reicht von grünlich gelb bis intensiv purpurrot. Das Verbreitungsgebiet
ist vor allem das westliche und mittlere Mittelmeergebiet. Im Norden kommt es
bis zum südlichen Alpengebiet, ostwärts bis zur Südägäis,
südlich bis Nordafrika und westlich bis Portugal. Die Böden sind
meist basenreich, sie gedeiht aber auch auf kalkfreiem Untergrund. Typische
Biotope sind Garriguen, Magerrasen, feuchtere Wiesen sowie lichte Wälder.
Meist steht sie an orchideenreichen Standorten und kann dort das Bild dominieren.
Die Blütezeit ist von Mitte März bis Mitte Juni. Ihre Höhengrenze
erreicht sie bei etwa 1200 m. | | | | | | | | | |
| Hybriden:
mit Serapias vomeracea, S. parviflora,
S. istriaca, Anacamptis laxiflora, An. morio, An. papilionacea s.l., An.
pyramidalis, und Orchis purpurea bekannt. | | | | | | |